Tsunami Tornado

Tsunami Tornado

Editorial Design
2009

Tsunami Tornado ist eine selbstverfasste Kurzgeschichte, die in Tokio spielt. Sie beschreibt ein Leben in Extremen. Die Protagonistin steigt im Verlauf der Handlung sukzessive aus ihrem Alltagsleben aus und kommt in immer extremeren Ruhephasen und Rauschzuständen schließlich äußerst dicht an den bewussten Lebensmoment heran. »Ruhe« und »Rausch« sind die beiden Pole, zwischen denen sich die Geschichte aufspannt, wobei sämtliche Beobachtungen, die die Handlung bestimmen, auf das Momentane und Unmittelbare fokussiert sind. Das Medium Zeitung korrespondiert äußerst passend mit den Inhalten der Kurzgeschichte. Genau wie die Protagonistin ist die Zeitung durch ihr tägliches bzw. wöchentliches Erscheinen mitten drin im Leben, stellt das Alltägliche neben das Besondere und kann daher die Alltagspoesie der Geschichte sehr gut gestalterisch transportieren. Des Weiteren ist das verwendete Zeitungsformat (312 x 472 mm) ausufernd groß. Dieser Raum kann mit großen Gesten gefüllt werden, kann den Leser mit Reizen überschütten oder in einer ruhigen Fläche versinken lassen. Zudem ist eine Zeitung vergängliche Sache, die nach Gebrauch weggeworfen wird. Diese Eigenschaft passt gut zum Fokus auf den Moment, dem in der Geschichte eine bedeutende Rolle zukommt.

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