Palmyra Tagebuch

Palmyra Tagebuch

Master-Arbeit
praktischer Teil
2015

Im Oktober 2014 beschossen amerikanische Kampfjets einen Konvoi von Milizen des »Islamischen Staats«. In den Trümmern eines zerstörten IS-Humvees sicherten Peschmerga Kämpfer neben einem verkohlten Handy und einem Schlüsselbund das Tagebuch eines IS-Kämpfers deutscher Abstammung. Der Dschihadist schreibt darin über seine Erlebnisse bei der Terror-Organisation und wendet sich in den Einträgen an seinen Sohn, der in Deutschland bei seiner Mutter lebt. Er macht den Sohn mit den Visionen und Lehren des »Islamischen Staates« vertraut und fordert ihn auf, ihm in den Heiligen Krieg nachzufolgen, sobald er alt genug ist.

Zugegeben: Der Tagebuch-Fund sowie die ganze Geschichte drum herum ist frei erfunden. Bei dem Palmyra-Tagebuch und den vermeintlich gesicherten Asservaten handelt es sich um eine äußerst emotionale Form eines Markenhandbuchs: Der fiktive dschihadistische Kämpfer schlüpft in die Rolle eines Testimonials, eines Markenbotschafters, der die wichtigsten Eckpunkte der »Marke IS« in der denkbar authentischsten Form übermittelt. Das Tagebuch transportiert die grundlegenden Eckpfeiler der »Marke IS« über persönliches Storytelling und erweist sich dadurch emotionaler und glaubhafter als jedes klassische Brand-Book. Es veranschaulicht die Erkenntnisse, die sich aus Terror Marke IS ergeben haben.

So skizzenhaft, spontan und archaisch gestaltet das Palmyra-Tagebuch wirkt – es ist das Destillat einer intensiven Auseinandersetzung mit der DNS der »Marke IS«. Im Rahmen dieses Prozesses habe ich ein Projekttagebuch mit zahlreichen Moodboards, Skizzen und Entwürfen angelegt, in dem ich die gesamte Entwicklung dokumentiert habe. Im Folgenden ein paar Auszüge daraus.

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